Sie schätzt Kaffee und ein freundliches Miteinander: Manuela Schneider-Melis ist seit April dieses Jahres bei der Gemeinde Niedernhausen tätig. Sie ist stellvertretende Fachdienstleiterin I/4 „Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung“ und dabei vor allem für den Bereich zuständig, den man landläufig als das „Ordnungsamt“ kennt.
Wie sind Ihre ersten Eindrücke und welche Themen beschäftigen Sie aktuell besonders?
Manuela Schneider-Melis: Meine ersten Eindrücke von Niedernhausen sind durchweg sehr positiv! Die Gemeinde ist ein angenehmer, ruhiger Ort mit hoher Lebensqualität. Es gibt keine ausgeprägten Brennpunkte oder besondere Hotspots, stattdessen herrscht ein harmonisches und geordnetes Miteinander. Gerade diese Überschaubarkeit und die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern schaffen ein Umfeld, in dem Verwaltung und Gemeinwesen besonders gut zusammenwirken können!
Derzeit befasse ich mich intensiv mit der neuen Sondernutzungssatzung und der Marktsatzung. Das sind Regelungen die, zum Beispiel in Bezug auf den Wochenmarkt oder Vereinsveranstaltungen, für das Gemeindeleben von großer Bedeutung sind. Wir haben hier die Chance, bestehende Regelungen zeitgemäß weiterzuentwickeln und an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen.
Knoppers oder Hanuta?
MSM: Weder noch. Ich kann gut ohne Süßigkeiten auskommen – aber Kaffee brauche ich unbedingt!
Beruf oder Berufung: Wie und warum kommt man zum Ordnungsamt?
MSM: Seit meiner Ausbildung bin ich im öffentlichen Dienst tätig. In dieser Zeit durfte ich verschiedene Sachgebiete kennenlernen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Meine berufliche Heimat habe ich jedoch im Jahr 2003 im Ordnungsamt gefunden.
Ich schätze die Vielseitigkeit dieses Bereichs. Kaum ein anderes Amt in einer Stadt- oder Gemeindeverwaltung ist so abwechslungsreich: Von der Anordnung neuer Verkehrszeichen über die Organisation verkehrsrechtlicher Maßnahmen bis hin zur Kontrolle von Gaststätten reicht das Aufgabenspektrum. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Fragestellungen mit sich – genau dieser „bunte Strauß“ an Themen macht die Arbeit für mich so spannend.
Meine größte Motivation ist der Kontakt mit den Menschen. Es ist mir wichtig, Anliegen ernst zu nehmen, Lösungen zu finden und den Menschen die Hintergründe unserer Entscheidungen verständlich zu erklären. Gleichzeitig möchte ich Verständnis für die Aufgaben und die Arbeit der Verwaltung schaffen. Oft stehen ordnungsbehördliche Maßnahmen im Fokus der Öffentlichkeit – umso wichtiger ist für mich der offene Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Die Verbindung aus Verantwortung, Abwechslung und direktem Kontakt zu den Menschen in einem Gemeinwesen macht die Arbeit im Ordnungsamt für mich nicht nur zu einem Beruf, sondern zu einer echten Berufung!
Viele Menschen verbinden das Ordnungsamt vor allem mit Verkehrskontrollen – was macht Ihr Fachdienst sonst noch?
MSM: Verkehrskontrollen sind tatsächlich nur ein kleiner Teil unserer Arbeit. Das Aufgabenspektrum des Ordnungsamtes ist sehr vielfältig. Wir kümmern uns beispielsweise um Lärmbeschwerden, Gefahrenabwehr, Veranstaltungen, oder Beschwerden aus der Nachbarschaft. Gleichzeitig werden wir auch in besonders sensiblen Bereichen tätig – etwa bei Zwangseinweisungen nach dem Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), wenn Menschen sich selbst oder andere akut gefährden. Unser Fachdienst ist daher rund um die öffentliche Sicherheit und Ordnung tätig und deckt ein breites Spektrum an Herausforderungen ab.
Was bedeuten „Sicherheit und Ordnung“ konkret für die Bürgerinnen und Bürger? Welche Maßnahmen können den Alltag der Menschen in Niedernhausen positiv beeinflussen?
MSM: „Sicherheit und Ordnung“ bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger, ihren Alltag in der Gemeinde sicher, geordnet und möglichst störungsfrei gestalten zu können.
Unsere Aufgabe ist es, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Probleme zu lösen und bei Beeinträchtigungen des Zusammenlebens einzugreifen. Dazu gehören unter anderem die Bearbeitung von Lärmbeschwerden, die Kontrolle von Gefahrenstellen, die Sicherung von Sauberkeit im öffentlichen Raum sowie Maßnahmen zum Jugendschutz oder bei Belästigungen.
Viele unserer Tätigkeiten bleiben im Hintergrund, tragen aber entscheidend zur Lebensqualität bei. Unser Ziel ist es, das Zusammenleben positiv zu gestalten und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken.
Wenn Sie Wünsche für Sicherheit und Lebensqualität in Niedernhausen frei hätten – was müssten wir in den nächsten 3 Jahren umsetzen?
MSM: Wenn ich drei Wünsche für die nächsten Jahre frei hätte, würde ich vor allem in Sicherheit, Prävention und Lebensqualität investieren. Ich wünsche mir eine stärkere Präsenz von Ordnungsamt, Polizei und Präventionsakteuren im öffentlichen Raum, um Probleme frühzeitig zu erkennen und das Sicherheitsgefühl zu stärken. Gleichzeitig sollten wir die Präventionsarbeit, etwa im Kinder- und Jugendschutz und durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen, weiter ausbauen.
Und ich wünsche mir mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag! Denn oft ließen sich Konflikte vermeiden, wenn alle ein wenig mehr Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen würden.
MSM: Wie können sich Bürgerinnen und Bürger, Vereine oder Unternehmen in Niedernhausen einbringen und die Gemeinde auf dem Weg zu einem „sicheren Niedernhausen“ unterstützen?
Ein sicheres Niedernhausen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Am besten wird das Ergebnis, wenn Verwaltung, Polizei, Vereine, Unternehmen und Bürgerschaft gemeinsam dazu beitragen, unsere Gemeinde sicher und lebenswert zu gestalten. Bürgerinnen und Bürger unterstützen uns, indem sie aufmerksam sind, Missstände melden und im Alltag Rücksicht aufeinander nehmen. Vereine fördern Gemeinschaft, geben besonders Kindern und Jugendlichen Orientierung und vermitteln ihnen wichtige Werte. Auch Unternehmen können sich durch die Unterstützung lokaler Projekte oder Präventionsmaßnahmen einbringen. Je mehr Menschen Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen, desto stärker werden das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität in unserer Gemeinde.
Welche Möglichkeiten gibt es für die Menschen in Niedernhausen, mit Ihnen bei Fragen und Anliegen ins Gespräch zu kommen?
MSM: Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig. Wer Fragen, Anliegen oder Hinweise hat, kann sich jederzeit an den Fachdienst Sicherheit und Ordnung wenden – am besten direkt an mich: Telefonisch 06127 903-128 oder per Email manuela.schneider-melis@niedernhausen.de – wer möchte, kann natürlich auch während der Sprechzeiten im Rathaus persönlich vorbeikommen!
Darüber hinaus sind meine Kollegen und ich regelmäßig im Gemeindegebiet unterwegs und für viele Menschen direkt ansprechbar. Oft lassen sich Anliegen im persönlichen Gespräch schnell und unkompliziert klären.
Wir freuen uns auch über Hinweise aus der Bürgerschaft, denn die Menschen vor Ort nehmen Entwicklungen und Probleme häufig als Erste wahr. Diese Rückmeldungen helfen uns, frühzeitig zu reagieren und Lösungen zu finden.
Unser Ziel im Ordnungsamt ist es, ein offener und verlässlicher Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger in Niedernhausen zu sein. Deshalb gilt: Sprechen Sie uns an – wir werden uns immer für Sie Zeit nehmen!

