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Wieder Plätze frei für Freiwilliges Soziales Jahr in Niedernhausener Kitas!

 

Für ein Jahr zu uns ins Team: Freie Plätze für das „Freiwillige Soziale Jahr“ in Niedernhausener Kitas


Auch in diesem Jahr sind wieder Plätze frei für Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den Kitas der Gemeinde Niedernhausen machen möchten. Ein sehr interessanter Freiwilligendienst, zu dem wir regelmäßig Fragen gestellt bekommen – natürlich möchten wir gerne ein paar Einblicke geben! Was erwartet die „FSJ’ler“, was bringt so ein Jahr Freiwilligendienst – was macht ein Jahr in der Kita mit einem? Wir haben uns mit jemandem unterhalten, die es wissen muss – Rabiya Baris hat ihr FSJ in der Krippe Schatzinsel geleistet, wir haben ihr ein paar Fragen gestellt:

 

Warum ein FSJ, und warum gerade in der Kita?

Ich „konnte schon immer gut mit Kindern“, aber im Bereich Betreuung in der Krippe hatte ich noch keine Erfahrung. Die Kommunikation mit Kindern im Krippen-Alter läuft noch deutlich anders. Die Kinder lernen gerade erst Sprechen. Viel Kommunikation läuft über Gebärden, Verhalten, Emotionen. Diese Art der Kommunikation ist ein sehr interessanter Prozess, das hat mich gereizt! 

 

Wie würden Sie die Aufgaben eines FSJ-Leistenden beschreiben?

Ich bin ein bisschen von allem! Natürlich als Erstes eine Ansprechpartnerin für die Kinder und ihre Begleitung durch den Alltag. Ich konnte im FSJ praktisch alle Bereiche der Kita-Arbeit kennen lernen, den Kindern beim Anziehen und Essen helfen, beim Spielen im Außenbereich mit Aufsicht führen oder bestimmte Aktivitäten mit planen und durchführen. Einzige Ausnahme sind Aufgaben, die gesetzlich den Fachkräften vorbehalten sind. Dass ich einen ganz breiten Einblick in viele Bereiche bekomme, war auch Frau Alberti [kommisarische Leiterin der Krippe Schatzinsel, d. R.] wichtig. Andere FSJler in Niedernhausen haben ähnlich gute Erfahrungen gemacht – man kann hier wirklich Einblicke bekommen und überall mithelfen, man ist als FSJler keine „billige Arbeitskraft“!

 

Eine junge Frau mit lockigen dunklen Haaren und Brille sitzt lächelnd auf einem Spielplatz-Klettergerüst

 (Hat gelernt, auch im Trubel den Überblick zu behalten: FSJ-Leistende Rabiya Baris)


Was beinhaltet das FSJ außer der Arbeit bei der Einsatzstelle?

Die Rahmenorganisation des FSJ bei der Gemeinde Niedernhausen macht „Volunta“ aus Darmstadt, eine Organisation zur Durchführung von Freiwilligendiensten. „Volunta“ bietet verschiedene Seminare an, die man als FSJler besuchen kann. Darin geht es um übergeordnete Themen, zum Beispiel anlässlich der Kommunalwahlen um Politik, aber auch gesellschaftlich relevante Konzepte wie Nachhaltigkeit. Alles Dinge, die einem in „großen Zusammenhängen“ begegnen, aber die auch „im Kleinen“, z. B. für eine Kita-Fachkraft, interessant sind.

 

Was nehmen Sie aus dem FSJ mit, was haben Sie in diesem Jahr gelernt? Möchten Sie ein besonderes Erlebnis oder Erkenntnis mit uns teilen?

Mir hat das FSJ in der Krippe Schatzinsel sehr viel gebracht! Ein großer Punkt ist, dass ich viel Selbstsicherheit und Selbstvertrauen gewonnen habe. Man könnte sogar sagen, ich habe mich ein Stück weit „selbst gefunden“… Ich habe mich immer als einen eher introvertierten Menschen gesehen. Im Kontakt mit den Kindern und durch das Eingehen auf die Kinder konnte ich erleben, wie ich immer mehr „aus mir herausgekommen bin“. Zwei Dinge stechen für mich besonders heraus: Einmal das extrem positive Erlebnis, dass sich im Team der Krippe alle einbringen können mit ihren persönlichen Stärken und Interessen – und dass das auch für mich als Freiwillige gilt. Ich war immer vollwertiges Teammitglied und niemals nur „Hilfskraft“. Die zweite wunderbare Erfahrung, die ich mitnehme, ist das Vertrauen, dass mir die Kinder jeden Tag gezeigt haben, sowohl in einfachen Sachen im Alltag als auch in für sie schwierigen Situationen!

 

Würden Sie ein FSJ in einer Kita empfehlen? Und wenn ja, für welche Menschen passt so etwas?

Auf jeden Fall eine große Empfehlung! Ein FSJ ist, wie ich finde, genau das Richtige für alle, die nach der Schule etwas Praktisches machen und eine neue Perspektive gewinnen wollen. Ganz besonders toll ist so ein Jahr für junge Menschen, die sich selbst stärken wollen, die erfahren wollen, zu was sie wirklich fähig sind. Motivation und Lust zu neuen Erfahrungen sollte man auf jeden Fall mitbringen!

 

Wie geht es nach dem FSJ für Sie weiter?

Bitte nicht falsch verstehen – ich liebe die Arbeit mit Kindern und könnte mir sehr gut vorstellen, später im pädagogischen Bereich zu arbeiten. Ich habe aber auch noch andere Interessen, die ich gerne näher erforschen möchte. Mich interessiert beispielsweise auch das Themenfeld der Informatik.

 

Und was sagt Rabiya Baris‘ Chefin Jessica Alberti über ihre Erfahrungen mit FSJ-Leistenden?

Menschen, die bei uns freiwillig ein Jahr mitarbeiten, sind sehr wichtig für uns und alle Niedernhausener Kitas. Natürlich ist die reine personelle „Verstärkung“ wertvoll. Gleichzeitig möchte ich betonen, dass FSJler bei uns nicht „verheizt“ werden. Man hört gelegentlich von Freiwilligen, die nur Hilfsarbeiten machen müssen, die sonst keiner gerne macht – kein Wunder, dass die Motivation irgendwann weg ist. Wir bemühen uns, FSJlern wie Rabiya Baris möglichst vielfache Aufgaben zu geben, möglichst nah an der Praxis. Bei allen Tätigkeiten, die nicht explizit Fachkräften vorbehalten sind, kommen die Freiwilligen bei uns zum Zug! Dabei gewinnen beide Seiten: Die Einrichtung profitiert von den Interessen und Kenntnissen der Freiwilligen – die FSJler bekommen einen runden Eindruck vom Berufsfeld Pädagogik. Und einige kommen später wieder: das freut uns dann natürlich alle sehr!

 

Zu welchen Bedingungen arbeiten FSJ-Leistende bei der Gemeinde Niedernhausen?

Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr arbeiten bei uns seit 2025 zu deutlich verbesserten Bedingungen. Es gibt ein Taschengeld von 400 Euro pro Monat in den ersten drei Monaten, dies erhöht sich ab dem vierten Monat auf 500 Euro. Zusätzlich zahlt die Gemeinde eine Verpflegungspauschale von 150 Euro im Monat. FSJ-Leistenden stehen 30 Tage Urlaub zu. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 36 Stunden.

 

Die Betreuung der FSJ-Leistenden läuft über das Deutsche Rote Kreuz Hessen Volunta gGmbH – Beratungscenter Wiesbaden – Flachstraße 6, 65197 Wiesbaden – www.volunta.de.

Wer Interesse an einem FSJ hat, wendet sich bitte direkt an die Volunta gGmbH, Postanschrift Rheinstraße 41, 64283 Darmstadt, Servicenummer: 0611-95249000 oder per Email: darmstadt@volunta.de bzw. info@volunta.de.