Das Waldschwimmbad ist für viele Menschen in Niedernhausen mehr als nur ein Schwimmbad – es ist ein Stück Heimat, ein Treffpunkt, ein Ort der für Feriengefühl und Sommererinnerungen steht. Umso verständlicher ist es, dass viele Bürgerinnen und Bürger derzeit mit Sorge verfolgen, wie es auf der Baustelle vorangeht. Die Frage, wann das Waldschwimmbad wieder öffnet, bewegt viele. Diese Sorge nehmen wir sehr ernst.
Deshalb möchten wir ein Update dazu geben, wo wir stehen – und warum wir trotz mancher Herausforderungen zuversichtlich sind.

(Frost und Schnee haben die Arbeiten etwas gebremst - so sah es im Januar im Schwimmbad aus. Bild: Jochen Haupt)
Das Wetter muss mitspielen – wir sind bereit
Aktuell werden am Schwimmerbecken die Stützen für die neue Dachkonstruktion über den Sitzstufen aufgestellt. Sie werden mit sogenanntem Schwellbeton verankert. Damit dieser dauerhaft tragfähig aushärten kann, braucht es mehrere Tage und Nächte mit Temperaturen über 5 Grad Celsius. Die Wetterprognosen stimmen uns hier optimistisch: Ab der kommenden Woche sind passende Bedingungen in Sicht.
Auch für die letzten Arbeiten am Flachdach des Technikgebäudes ist frostfreies Wetter erforderlich. Für die abschließenden Details wird noch einmal ein Kran eingesetzt – danach kann auch dieser zurückgebaut werden. Einer der beiden Kräne ist bereits verschwunden, ein sichtbares Zeichen dafür, dass Arbeiten erfolgreich abgeschlossen wurden.

(Fast fertig: Neue Beckenumgebung am Nichtschwimmerbecken.)
Nachhaltig, durchdacht und mit Blick in die Zukunft
Sobald die Metallstützen am Schwimmerbecken fest stehen, wird die hölzerne Dachkonstruktion montiert. Die Zimmerleute sind startklar. Logistisch wird das noch einmal anspruchsvoll – das größte Bauteil misst 13 Meter Länge. Doch genau hier zeigt sich die sorgfältige Planung dieses Projekts.
Das neue Dach erfüllt gleich zwei wichtige Funktionen: Es spendet Schatten und trägt künftig eine Photovoltaik-Anlage. Damit wird das Waldschwimmbad einen großen Teil seines Energiebedarfs selbst decken können – ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb. Ein Teil der Sitzstufen bleibt weiterhin sonnig – für alle, die das klassische Sonnenbad genießen möchten.

(Die frisch angelegten Sitzstufen mit Trägern für die Dachkonstruktion.)
Die Außenanlagen nehmen Gestalt an
Auch rund um die Becken wird sichtbar, wie sehr sich das Erscheinungsbild verändert. Wo zuvor offene Rohrtrassen und Baustellenflächen dominierten, sehen wir schon gepflasterte Wege und neue Aufenthaltsbereiche. Die Außenduschen am Nichtschwimmerbecken sind installiert.
In Kürze beginnt zudem eine Garten- und Landschaftsbaufirma mit der Neubepflanzung der Außenanlagen – passend zum Beginn der Vegetationsperiode. Auch eine neue barrierefreie Rampe für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer wird noch angelegt. Unser Ziel bleibt ein modernes, einladendes und für alle zugängliches Waldschwimmbad.
Eine Herausforderung – und unser klarer Anspruch
Bei aller positiven Entwicklung gibt es einen Bereich, der uns intensiv beschäftigt: Das Gewerk Metallbau liegt derzeit hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die beauftragte Fachfirma hat im vergangenen Jahr große Fortschritte erzielt, jedoch seit dem Herbst nicht mit der notwendigen Konsequenz weitergearbeitet.
In beiden Becken stehen noch Restarbeiten an der Beckenauskleidung sowie abschließende Schweißarbeiten aus. Hier führen wir klare und intensive Gespräche mit der Firma und bestehen auf die vertraglich vereinbarte Leistungserbringung. Unser Anspruch ist deutlich formuliert.
Warum wir noch keinen konkreten Termin nennen
Viele Menschen möchten verständlicherweise vor allem eines wissen: Wann öffnet das Waldschwimmbad wieder?
So sehr wir diesen Wunsch teilen, so verantwortungsvoll gehen wir mit dieser Frage um. Ein konkretes Datum zu nennen, das wir später möglicherweise korrigieren müssten, würde die Verunsicherung nur vergrößern. Sobald wir eine belastbare Terminplanung insbesondere für den Metallbau haben, werden wir transparent informieren.
Unsere klare Perspektive
Die Sanierung des Waldschwimmbades ist ein komplexes Großprojekt. Es geht nicht nur um kosmetische Verbesserungen, sondern um die langfristige, nachhaltige Sicherung von Niedernhausens beliebtester Freizeiteinrichtung. Genau deshalb arbeiten wir mit der notwendigen Sorgfalt und Konsequenz.
Bei allen Herausforderungen überwiegt für uns derzeit die Zuversicht: Die großen Baufortschritte sind sichtbar, viele Gewerke liegen im Plan oder stehen kurz vor dem Abschluss. Mit Blick auf den Gesamtfortschritt sind wir überzeugt, dass es eine Schwimmbadsaison 2026 geben wird.

