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Kreis, Stadt Idstein und Gemeinde Niedernhausen für Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung für die Ländchesbahn

10.02.2021

Landrat Frank Kilian sowie die Bürgermeister der Kommunen Idstein, Christian Herfurth, und Niedernhausen, Joachim Reimann, haben in einer Videokonferenz eine gemeinsam Initiative zur Entwicklung der Ländchesbahn vereinbart. Wie bekannt, verbindet die Strecke der Bahn seit 1888 den Bahnhof Niedernhausen mit dem Hauptbahnhof in Wiesbaden. Dies ist die zweite aktive Schienenverbindung des Rheingau-Taunus-Kreises mit Wiesbaden. „Wir sehen bei der Ländchesbahn derzeit noch ein erhebliches Entwicklungspotential, weshalb wir über eine Attraktivitätssteigerung gesprochen haben“, so Landrat Frank Kilian und weiter: „Es gibt einige Vorschläge.“
 
Um mehr Fahrgäste anzuziehen, soll zum Beispiel ein 15-Minuten-Takt in den Verkehrsspitzen eingeführt werden. Dies bedingt aber, dass es auf der eingleisigen Strecke Ausweichstellen gibt. Weitere Ideen: „Verlängerung der Züge in den Spitzenzeiten, eine Elektrifizierung der Strecke, Wiederherstellung des Bahnhaltepunktes am Rhein-Main-Theater Niedernhausen zur Erschließung einer großen P+R-Anlage sowie der Neubau eines Bahnhaltepunktes in Niederseelbach mit P+R Anlage.“ Die Ländchesbahn soll zudem bis Idstein weiterführen und es soll mehr Direktverbindungen Limburg-Niedernhausen-Wiesbaden geben, die für die Stadt und den Kreis Limburg-Weilburg von Interesse sind. Auch eine bessere Taktung mit den Buslinien ist gewünscht.
 
„Die Optimierung der Ländchesbahn durch die Umsetzung der genannten Ideen ist als Baustein einer gelingenden Verkehrswende unabdingbar“, so Bürgermeister Joachim Reimann, „zumal der Bahnhof Niedernhausen demnächst barrierefrei und modernisiert sein wird.“  Bürgermeister Christian Herfurth begrüßt die Anbindung an Idstein: „Damit wird Idstein attraktiver, auch unter dem Gesichtspunkt der Verlängerung der S 2 nach Idstein“. Für Landrat Frank Kilian und Verkehrsdezernent Günter F. Döring ist der Schulterschluss mit der Landeshauptstadt Wiesbaden wichtig. Denn Wiesbaden benötigt eine optimierte Ländchesbahn für die Erschließung des Ostfeldes und die Verlagerung des BKA mit etwa 7.000 Beschäftigten in dieses neue Gebiet.
 
Auch für die östlichen Vororte Wiesbadens, wie Medenbach, Auringen, Igstadt und Erbenheim, sehen die Teilnehmer der Gesprächsrunde Vorteile: „Der 15- Minuten-Takt könnte als eine Bereicherung der Ortsentwicklungen dienen“. „Mit Wiesbaden zusammen wollen wir als gute Nachbarn den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bitten, hier das Heft in die Hand zu nehmen,“ erklärt Landrat Kilian. Natürlich müssen auch die Möglichkeiten der Wallauer Spange und die Verbindung nach Mainz betrachtet werden. Verkehrsdezernent Döring geht davon aus, dass auch das Verkehrsministerium an der Optimierung großes Interesse hat. Es wurde vereinbart, für dieses Projekt eine Arbeitsgruppe einzurichten, der neben Landrat Kilian auch die Bürgermeister Reimann und Herfurth sowie Vertreter der RTV angehören.
 
In den nächsten Schritten wird das Gespräch mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Kreis Limburg-Weilburg mit der lokalen Nahverkehrsorganisation gesucht sowie mit dem RMV als für die Schienenverbindungen zuständige Organisation.

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